Aus der Geschichte der katholischen Kirchengemeinde BodelshausenPfarrer Traber aus Hemmendorf bat das Bischöfliche Ordinariat in Rottenburg 1938 um die Erlaubnis, sechs katholischen Kindern Religionsunterricht erteilen zu dürfen. Das Ordinariat reagierte erfreut: „dass Sie bereit sind, die Diasporakinder zu unterrichten.” In späteren Jahren fand der Kommunionunterricht in Hemmendorf statt, da Pfarrer Traber wegen seiner Herzkrankheit nicht mehr nach Bodelshausen kommen konnte. Die Katholiken Bodelshausens - bis Mitte der 50-er Jahre auf ungefähr 100 angewachsen gingen entweder in Hemmendorf oder in Sickingen zur Kirche.
Seit Herbst 1957 konnte man im alten Schulhaus in Bodelshausen regelmäßig Gottesdienst feiern. Pfarrer Oskar Birkhofer war zu der Zeit Pfarrer in Hemmendorf und betreute die Katholiken Bodelshausens. Durch den stetigen Zuwachs an Katholiken auf 300 Seelen wurde aber schon nach wenigen Jahren deutlich: Bodelshausen brauchte seine eigene katholische Kirche.
Im Sommer 1963 war es soweit: nach vielen Gesprächen und Verhandlungen konnten fünf Teilstücke von Äckern gekauft und mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Bereits im Sommer 1964 war die Kirche „St. Peter und Paul” in Bodelshausen fertiggestellt - sodass man am 21. Juni 1964 die erste Erstkommunion feiern konnte. Zu der Zeit tagte in Rom das
II. Vatikanische Konzil, und nach dem Konzil sollte die Altarraumgestaltung neuer Kirchen anders als in den alten Kirchen sein. Also musste man das Ende des Konzils abwarten, bis man den Altarraum endgültig fertig stellen konnte. Die feierliche Altarweihe und die Einweihung der Kirche im Auftrag von
Bischof Leiprecht zelebrierte Domkapitular Weitmann am
10. Oktober 1965.Nach 43-jähriger Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde Hemmendorf wurde die katholische Kirchengemeinde Bodelshausen nach dem Weggang von Pfarrer Josef Selig aus Hemmendorf im Herbst 1981 der Mössinger Kirchengemeinde zugegliedert.
Eine Orgel der Firma Späth konnte 1987 erworben werden - sie stand zuvor in der Sülchenkirche in Rottenburg. Im Sommer desselben Jahren konnte ein Kreuzweg von Heinrich Johann Hofmann erworben werden. Im Frühjahr 1991 wurde mit dem Bau des neuen Gemeindehauses begonnen, das am 28. Mai 1992 durch Weihbischof Johannes Kreidler eingeweiht wurde. Im Zuge des Neubaus wurde die Kirche komplett renoviert.
Schließlich wurden 1994 die Kunstfenster, der Ambo und die Stele für die Marienstatue von der alten Marienkirche in Mössingen nach Bodelshausen übernommen.
Seit Herbst 2000 gehört die Katholische Kirchengemeinde Bodelshausen zusammen mit Mössingen, Ofterdingen, Dußlingen, Gomaringen, und Nehren zur Seelsorgeeinheit Steinlach-Wiesaz. Seit Frühjahr 2005 ist Pfarrer Hubert Rother neuer Pfarerr der Seelsorgeeinheit.




