Jugendchortreffen

der Pueri Cantores

in Stockholm vom 8. -12 Juli 2009

Tagesbericht Dienstag, 7. Juli 2009

Die Fahrt beginnt – ein bisschen später als geplant.
Alle schlafen, bis auf Fahrer und Beifahrer und so vergehen die ersten Stunden wie im Flug. Während der weiteren Fahrt, die durch drei Pausen und einen Zwischenstopp in Lübeck unterbrochen wurde, haben wir uns die Zeit mit Wortspielen, Lesen, Musik hören und Singen vertrieben.
Als wir endlich Abends unser Ziel Fehmarn erreichten, waren alle froh, dass wir die Fahrt bis hierhin gut überstanden hatten und es ging zunächst ab ans Meer, wo sogar zwei mutige Helden von uns badeten. Nach dem entspannenden Spaziergang am Sandstrand, folgte ein wunderbares griechisches Dinner mit Bauernsalat, Pommes etc. und nicht zu vergessen – einem kleinen Schnaps bzw. mehrere kleine Schnäpse.^^ Wir beendeten den Abend mit dem Spiel Ligretto, um uns die Zeit bis Mitternacht zu vertreiben – und um dann noch auf Annikas Geburtstag anzustoßen.

Rebekka Kleinschroth

 

Geburtstag auf Fehmarn - 20 Kerzen!!

 

Tagesbericht Mittwoch, 8. Juli 2009

Nach einer Nacht in Schlafsack und auf Isomatte auf Fehmarn und einem improvisierten Stehfrühstück - Lucjan sei mal wieder Dank - traten wir den zweiten Teil unserer Anfahrt nach Stockholm an. Der Tag begann viel versprechend. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir auf dem Oberdeck der Fähre ein zweites Frühstück und genossen die Morgenstimmung. Voller Vorfreude durchquerten wir Dänemark und kamen über die eindrucksvolle Øresundbrücke nach Schweden. Jetzt war es höchste Zeit auch etwas mit der Sprache vertraut zu werden. Dank den Sprachübungen auf Lisas mp3-Player machten wir rasch Fortschritte. In den Vororten Stockholms angekommen lernten wir eine weitere Lebensweisheit kennen: Traue nie einem Navi! Doch dank der freundlichen Art der Schweden endete unsere Odyssee durch Stockholm glücklich am Scandic-Hotel bei Bromaplan. Leicht verspätet kamen wir dann via U-Bahn zum Skansenpark, wo wir unsere Pueri-Cantores-Ausrüstung fanden. Nach einem kurzen wieder mal improvisierten Abendessen und einer verpassten Probe begann schon die „Inauguratio“ – die Eröffnungsfeier. Irgendjemand musste seine Plastikschale nicht leer gegessen haben, denn plötzlich setzten kräftige Regenschauer ein. Deshalb verließen einige auch die Reihen, nur die Hartgesottenen blieben – wir zählten dazu! Nach diesem ersten Eindruck von Stockholm ging es dann zurück ins Hotel. Nach über 1700 km Fahrt in zwei Tagen waren wir nun alle müde und freuten uns, auf einen erholsamen Schlaf in einem normalen Bett, wobei uns eine nur sehr kurze Dunkelheit erwartete.

Klaus Kistner

Zum Essen war es noch trocken ...

bei der Feier wurde es aber immer dunkler und feuchter!

 

Tagesbericht Donnerstag, 9. Juli 2009

Am Donnerstagmorgen wurden wir im Hotel erstmal von einem grandiosen Frühstück überrascht. Gut gestärkt zogen wir dann auch trotz des schlechten Wetters gut gelaunt durch Stockholm, das sich heute in eine Stadt voller kleiner, roter, singender Zwerge verwandelt hatte, zur Probe mit dem Denzlinger Jugendchor. Wir mussten unser gemeinsames Programm für die Chorstaffel am Nachmittag einüben.
Danach war plötzlich schon Zeit, sich mit Bus und Bahn auf den Weg zur Mittagessenvergabe zu machen. Diesmal ließ aber das Essen im Vergleich zum Frühstück einiges zu wünschen übrig…
Nach einem gelungenen Auftritt bei der Chorstaffel und einige Chöre später tourten wir noch ein wenig durch die Stadt, um dann pünktlich zum Galakonzert in der Filadelfiakyrkan zu sein. Fröhlich schmetterten wir an dessen Ende Händels „Halleluja“ mit und fuhren singend mit vielen anderen zurück ins Hotel um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Annika Reder



Chorstaffel - warten auf den Auftritt

 


 

Tagesbericht Freitag, 10. Juli 2009


Am Freitag, dem offiziellen „Gebetstag für den Frieden“, hatte es zumindest aufgehört zu regnen und wir beschlossen, das Vasa-Museum zu besichtigen. Die Vasa ist ein schwedisches Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, dass auf seiner Jungfernfahrt schon nach 1300 m sank und dann 333 Jahre lang auf dem Meeresgrund im Stockholmer Hafen lag bevor es geborgen und ausgestellt wurde. Nach dem Museumsbesuch stand die Besteigung des Stadtturms auf dem Programm, von dem aus wir nach einer langen Wartezeit bei starkem Wind eine faszinierende Aussicht auf Stockholm genießen konnten. Bei einem improvisierten Mittagessen konnten wir danach noch durch die Stockholmer Innenstadt laufen und das eine oder andere Souvenir kaufen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Gustaf-Vasa-Kirche, in der es eine echte „Kinderkirche“ gibt. Dort ging es weiter mit dem offiziellen Programm der Pueri Cantores: die Chöre trafen sich in der Gustaf-Vasa-Kirche und 15 weiteren Kirchen in ganz Stockholm um gemeinsam für den Frieden auf der Welt zu beten und anschließend in einer Prozession durch die Stockholmer Straßen zu laufen (natürlich nicht, ohne auf dem Weg zu singen…). Die Prozession endete mit einem Friedensgebet auf dem Platz vor der Riddarholmen Kirche, wo sich alle Chöre letztendlich versammelten. Auch die Kälte konnte uns nicht abschecken, nach dem Abendessen noch das Stockholmer Nachtleben zu erkunden – schließlich wollten wir wissen, was an dem Phänomen der Mitternachtssonne tatsächlich dran ist.


Lisa Lorenz

Das Stadshuset - 365 Stufen führen nach oben



Gruppenfoto hoch oben - es waren mal 8 ?!?

 

Prozession durch die Stadt - von 15 Kirchen aus!

 

Wahrzeichen dieser Straße: An jeder Kreuzung stehen 2 Löwen

 

Abendessen im Rasen - ab Freitag war das Wetter super

 

Was machen wir mit dem angebrochenen Abend???

 

Souvenir aus Schweden - mal sehen, was es gibt!

 

 

Tagesbericht Samstag, 11. Juli 2009


Am Samstag morgen sind wir schon früh zum Frühstück gegangen, um rechtzeitig zur Probe auf dem großen Platz vor der gotischen ehemaligen Franziskanerkirche, dem Riddarholmstorget, zu sein. Nach etwa zweistündiger Probe kämpften wir uns durch die bisher längste Essensschlange vor der Riddarholmskyrkan.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Skansenpark. Hier besichtigten wir alte Gehöfte, eine Kirche, eine Schule und andere Häuser aus ganz Schweden, in denen verkleidete Museumsmitarbeiter verschiedene alltägliche Lebenssituationen nach-spielten. Außerdem gab es typisch Skandinavische Tiere, wie Bären, Wölfe, Luchse, Rentiere und natürlich Elche zu sehen.
Nach etwa drei Stunden machten wir uns dann wieder auf nach Riddarholmen, wo um 17:00 Uhr eine Vorabendmesse stattfand, bei der alle Chöre gemeinsam auf dem großen Platz sangen.
Am Abend machten wir dann noch einen Spaziergang bei herrlichem Wetter über die Insel Skeppsholmen. Anschließend kehrten wir recht früh ins Hotel zurück, da wir am nächsten morgen ja unsere Heimfahrt antreten mussten und unsere Fahrer dazu ausgeschlafen sein sollten. Trotzdem machten wir es uns dann noch kurz bei einer Abschlussrunde gemütlich.

Anna Lorenz

 

 

Vigilmesse als Vorabendmesse auf Riddarholmen

 

Kardinal Walter Kasper zelebiert die Messe

 

 

Tagesbericht Sonntag, 12. Juli 2009

Abreisetag – um direkt nach dem Frühstück gleich all unser Gepäck im Bus verstauen zu können musste sich der ein oder andere doch früher aus dem Bett quälen um rechtzeitig fertig zu packen. Nach einem wunderbaren letzten Frühstück im Scandic Hotel und einem kurzen Abstecher in den Supermarkt, bei dem wir uns für die Rückfahrt mit Essen zudeckten, machten wir uns auf zum Skansenpark. Im Park probten wir erst alle zusammen für den darauffolgenden wirklich schönen, beeindruckenden Abschlussgottesdienst. So kamen wir ein letztes Mal in den Genuss mit 4000 Leuten zu beten und vor allem zu singen. Händels „Halleluja“ war wie immer das heißbegehrte Finale! Nach dem Mittagessen begaben wir uns auf unsere Plätze im Bus, die wir für lange Zeit besetzen sollten, denn wie auch die Hinreise war die Rückfahrt laaaaang. Trotzdem waren wir alle guter Laune und an Schlaf dachte kaum jemand. So konnten wir im Vorbeiziehen der nordischen Landschaft noch einmal alle Eindrücke der letzten Tage auf uns wirken lassen. Glücklich und doch etwas müde kamen wir am späten Abend in Lübeck an, wo wir voller Vorfreude auf die kurze Stadttour, die uns am nächsten Tag erwartete, die Nacht verbrachten.


Sarah Labusga

„Bei eurem Gesang” werden sogar die Engel neidisch
Kardinal W. Kasper war begeistert von den
Pueri Cantores und vom Kongress

 

Tagesbericht Montag, 13. Juli 2009


Am Montag konnten wir uns im katholischen Gemeindezentrum in Lübeck selbst das Frühstück zubereiten. Alles, was das Herz begehrt, wurde auf den Tisch gebracht. Danach waren wir gestärkt für eine kurze Stadtführung durch Lübeck, die freundlicherweise von der Sekretärin des Dekanatsbüro in Lübeck für uns gemacht wurde.
In Lübeck gibt herrliche Gassen und Hinterhöfe, in denen es so gar nicht nach Großstadt aussieht. Die ganze Stadt in von zwei Flüssen umgeben, in die sich die malerischen Ansichten der historischen Gebäude herrlich einfügen. Höhepunkt des kleinen Stadtrundgangs war die Besichtigung des Holstentors – die Türme sind leicht schief gegeneinander – der Anblick ist einfach umwerfend. Im Park vor dem Holstentor gab es natürlich wieder vielen Möglichkeiten zum Fotografieren – mal mehr mal weniger gestellt.
Nach einem Gang über den Marktplatz, gab es noch die Möglichkeit etwas in der „Marzipanstadt“ zu kaufen (Marzipan wurde in Lübeck erfunden).
Lübeck wird auch die „Stadt der 7 Türme“ genannt – weil die 5 Hauptkirchen insgesamt 7 Türme besitzen. Im Dom zu Lübeck mit seiner guten Akkustik sangen wir unser „Alta Trinita“ – 4-stimmig!!
Kurz nach 11.00 Uhr machten wir uns dann auf zu unserer letzten Etappe. Und es lief erstaunlich gut: Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg. Einige kurze Pausen dazwischen – und um kurz vor 20.00 Uhr waren wir wieder Mössingen.
Etwas müde vielleicht aber voller herrlicher Eindrücke von dem Kongress in Stockholm.

Helmut Kannwischer

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Ankunft auf Fehmarn - nix wie ans Meer
Zwei wollten ins kühle Nass ...
Sonnenuntergang auf der Insel - herrlich ...
Aufbruch zur Fähre - vom ev. Gemeindehaus
Angekommen auf der Fähre: Puttgarden - Rödby
Die Öresundbrücke - erst tief im Tunnel dann 60 m hoch
Die Eröffnungsfeier auf der Solliden Stage im Park
Gemeinsame Probe mit dem Chor aus Denzlingen
Erste warme Mahlzeit ... naja, man kann es essen ...
Galakonzert - echt hörenswert - „Halleluja” zum Schluss
Die Vasa im Modell - prächtig - aber gesunken ...
... nach 333 Jahren geborgen - imprägniert - ins Museum
Der Blick von oben auf Riddarholmen.
Die Kinderkirche in der Gustav-Vasa-Kirche
Abschluss des Friedensgebetes mit Bischof Arbolius
Gelegenheit für ein Gruppenfoto - alle 8 im Bild!
Diese Stadt ist herrlich - gebaut auf 14 Inseln.
Beleuchteter Turm am Kulturhuset
4000 Papiertüten mit Essen - 2 x täglich
Im Skansenpark gibts alte Häuser ...
herrliche skandinavische Gärten ...
... und viele skandinavische Tiere.
Tag der Abreise: Hej do - Hotel
Abschlussgottesdienst auf der Solliden-Stage
Im Hinterhof mitten in Lübeck - malerisch schön
Gruppenfoto vor dem Holstentor - das war's!
 
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